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Rückblick

Kinderfilm: Wo Thüringen steht und was es jetzt braucht

Vorhang auf für den Kinderfilm: Was jetzt wichtig ist, diskutierten Expert:innen bei unserem Berlinale-Empfang.

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Stuhlreihen mit Menschen, sie schauen auf ein Podium mit zwei Männern und vier Frauen im Gespräch

Unsere Panelist:innen (v.l.n.r.): Silke Wilfinger, Philipp Budweg, Anna Steinhardt, Michael Hose, Johanna Faltinat, Jule Wolff

MENT/Yannik Bein, 2026

13 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Kinder*. Höchste Zeit, auch über diese wichtige Zielgruppe der Medienbranche zu sprechen! Und genau das haben wir bei unserem Empfang in Kooperation mit der Thüringer Staatskanzlei in der Vertretung des Freistaats Thüringen in Berlin am 16. Februar gemacht.

Mit rund 140 Teilnehmer:innen aus Produktion, Drehbuch, Schauspiel, Regie, Auswertung u.v.m. bildete das Event einen gelungenen Auftakt in das MENT-Jahr. Unter der Moderation von Anna Steinhardt diskutierten unsere fünf Panelist:innen zum Thema “Kinderfilm zwischen Anspruch, Markt und Reform”. Und das waren einige der Key Points:


🎬 Kinderfilm braucht sich nicht zu verstecken

Der Bundestagsabgeordnete & Vorsitzende der Kinderkommission, Michael Hose aus Erfurt, sieht gerade in Thüringen in Sachen Kinderfilm schon viel Gutes. Allerdings werde zu wenig darüber gesprochen – das müsse sich ändern. Sein Wunsch sei außerdem, kommerziellen Erfolg und qualitativen Anspruch zusammen- und nach vorn zu bringen und ein neues Bewusstsein für das Thema Kinderfilm zu schaffen, “weil ich glaube, dass wir wirklich da ein enormes Potenzial haben”.


👀 Die Zielgruppe im Blick behalten

Silke Wilfinger (Consultant für Akquise und Vertrieb SilkWayFilms) erinnerte daran, Kinder als Zielgruppe wirklich ernst zu nehmen – “weil gerade wir Erwachsenen denken immer, wir wissen alles besser und das wissen wir eben nicht”. Hier sei Dänemark ein tolles Vorbild, wo bereits in der Entwicklung viel getestet und Feedback eingeholt werde. Wer international erfolgreich sein wolle, müsse Geschichten außerdem universell anlegen. “Wenn es zu deutsch ist oder auch zu französisch, dann reisen die Filme nicht mehr.”

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🌈 Vielfalt mitdenken

Die Sprecherin des Vorstandes vom Förderverein deutscher Kinderfilm e.V., Johanna Faltinat, führte an, dass rund 29 % der unter 18-Jährigen in Deutschland eine Migrationsgeschichte hätten. Diese Diversität müsse sich in Stoffen, Perspektiven und Figuren widerspiegeln – und bereits in der Stoffentwicklung mitgedacht werden. Neben Statistiken und Zahlen könnten hier auch die eigenen Erfahrungen helfen: “Also wir haben das alle mal gespürt, wie es ist, wenn Eltern eine Grenze überschreiten, dass wir zur Schule müssen, obwohl wir nicht wollen (…). Das sind natürlich alles Erfahrungen, die wir mitbringen und die wir nutzen können, um zu fühlen, wie es sich anfühlt, in dieser Gesellschaft nicht zur Norm zu gehören.” Ihr Wunsch sei außerdem mehr Förderung bereits in der Entwicklung, “um dann eben auch mehr Exzellenz in der Produktion zu haben”.


🗝️ Partizipation als Schlüssel

Hier waren sich alle Panelist:innen einig: Wenn es um Filme für Kinder geht, sollten diese auch aktiv einbezogen werden – sei es durch Schulbesuche oder Kinopremieren mit der Crew. Hierbei könnten Filmemacher:innen direkt sehen, welche Fragen kommen, worüber gelacht wird – und diese Impulse in neue Projekte mitnehmen.


Vielen Dank an unsere Panelist:innen und alle, die dabei waren!


*Quelle: Statistisches Bundesamt (Kinder bis 13 Jahre - Stand: 2022)